Das Lamm
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Steckbrief
Als Lamm wird das Jungtier eines Schafes bezeichnet, das nicht älter als ein Jahr ist. Nehmen Lämmer noch Muttermilch auf, werden sie Sauglämmer genannt. Seit vielen tausend Jahren versorgen Schafe die Menschen mit Milch, Wolle und Fleisch.
Charakteristik
Das Schaf ist ein Säugetier und gehört zur Familie der Hornträger - genau wie Rinder und Antilopen. Die heutigen Hausschafe stammen vom Wildschaf ab. Dieses ist von der Nase bis zum Schwanz 130 Zentimeter lang und wird etwa 90 Zentimeter groß. Das Männchen hat ein Gewicht von etwa 50 Kilogramm, während das Weibchen etwa 35 Kilogramm auf die Waage bringt. Es gibt verschiedene Bezeichnung für Schafe: Das Lamm ist nicht älter als ein Jahr. Der Hammel ist das männliche, kastrierte Schaf (unfruchtbar gemacht) und auch weibliche Tiere, die noch keine Lämmer auf die Welt gebracht haben, können als Hammel bezeichnet werden. Das Schaf ist weiblich und über ein Jahr alt. Mit Schaf ist meistens ein Mutterschaf gemeint. Der Widder ist das Männchen, nicht kastriert und älter als ein Jahr.
Aussehen
Viele Schafe haben Hörner. Entweder sind sie schneckenförmig gekrümmt, lang, gewunden oder kurz und nur leicht gebogen. Bei den Weibchen sind die Hörner viel kleiner und je nach Rasse tragen manche gar keine. Das Fell der Schafe kann zu Wolle verarbeitet werden. Wenn man ein Schaf anfasst, wird man merken, dass sich das Fell fettig anfühlt. Das kommt vom Lanolin, das vom Schaf produziert wird und es so vor Nässe schützt.
Herkunft
Das Wildschaf stammt aus Ungarn und war im gesamten Mittelmeer-Gebiet verbreitet. Mittlerweile gibt es nur noch wenige hundert Tiere, die auf den beiden Inseln Korsika (Frankreich) und Sardinien (Italien) zu finden sind. Unsere gezüchteten Hausschafe findet man überall auf der Welt. In Australien, Argentinien und in Südwest-Afrika gibt es die meisten Schafe. Die Schafhaltung in Europa lohnt sich kaum noch, daher gibt es nur wenige Schafherden, die von Weide zu Weide ziehen.
Lebensraum
Schafe sind beim Fressen nicht sehr wählerisch und können sich daher an fast jeden Lebensraum gewöhnen.
Geschichte der Gattungen und Arten
In Kleinasien wurden vor etwa 9000 Jahren die ersten Hausschafe gehalten.Die Schafrassen können nach Wolltyp und nach Verwendungszweck unterschieden werden. Es gibt etwa 500 bis 600 verschiedenen Schafarten. Zum Beispiel das Weiße Alpenschaf ist ein rein weißes Schaf mit gelegentlich kleinen dunklen Tupfen. Es ist hornlos. Die Heidschnucken sind beispielsweise vor allem in Norddeutschland bekannt. Männchen und auch Weibchen tragen Hörner, die nach hinten gebogen sind. Sie haben langes silbergraues bis dunkelgrau gefärbtes Fell. Am Kopf und an den Beinen ist ihr Fell kurz und schwarz. Sie liefern außer Wolle auch Fleisch. Ein anderes Beispiel sind die Skudden-Schafe, die entweder ein weißes, braunes, schwarzes oder geschecktes Fell haben. Sie sind für ihre feine Wolle bekannt.
Lebenserwartung
Schafe werden in der Regel zehn bis zwölf Jahre alt - in Ausnahmefällen auch schon mal bis zu 20 Jahre.
Feinde
Die Feinde der Schafe sind der Wolf, der Luchs, der Fuchs und der Adler.
Nachwuchs
Das Schaf kann nach dem zweiten Lebensjahr jedes Jahr Junge bekommen. Die Paarungszeit findet im Herbst statt und nach fünf Monaten bringt das Schaf ein bis vier Lämmer zur Welt. Direkt nach der Geburt versucht das Lamm sich auf seine dünnen langen Beine zu stellen, um am Euter der Mutter zu trinken. Durch die Muttermilch erhält das Lamm eine Menge wichtiger Abwehrstoffe. Nach einiger Zeit folgt das Lamm der Mutter auf die Weide.
Ernährung
Schafe sind Wiederkäuer und würgen ihr Fressen nach einiger Zeit wieder hoch, um es noch einmal zu kauen. Sie sind nicht sehr wählerisch was ihr Fressen angeht und ernähren sich hauptsächlich von Gras.
Haltung
Es gibt mehrere Arten der Schafhaltung. Bei der Wanderhaltung zieht der Schäfer mit der Herde von Weide zu Weide. Bei der Hütehaltung grasen die Schafe auf einer nahe liegenden Weide. Bei der Koppelhaltung grasen die Schafe auf einer umzäunten Weide und sind so vor Feinden geschützt. Die Winterzeit verbringen die Schafe meistens im Stall und werden mit Heu und Stroh gefüttert.
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