Atolle und Korallenriffe
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Eine besondere Form von Meereserhebungen bildet die Gruppe der Korallenriffe bzw. Atolle. Man findet sie im Flachmeer, aber auch in der Tiefsee.
Bereits in den letzten zwei Jahrhunderten waren Forscher immer wieder fasziniert von diesen seltsamen "Bauten". Als Charles Darwin zwischen 1831 und 1836 die Ozeane bereiste, gehörte er zu den ersten, die geologische Untersuchungen der Korallenriffe anstellte. Seine damalige Theorie hat heute noch Gültigkeit.
Korallentiere sind im Meer lebende Organismen, die nur im salzhaltigen Wasser leben können. Riffbildende Korallen benötigen zum Aufbau ihrer verzweigten Kalkstöcke relativ hohe Wassertemperaturen zwischen 15 und 20 Grad Celsius. Am besten gedeihen sie in tropischen Gewässern in Meerestiefen bis zu höchstens 50 Metern. Zur Lebensgemeinschaft der Korallen gehören Kalkalgen, Schnecken, Krebse, Schwämme usw.
Häufig siedeln Korallen sich an der Oberfläche von untermeerischen Erhebungen, vor allem an Vulkanen an. Dabei bilden sie ringförmige Riffe an den Rändern der ganz oder vorübergehend erloschenen Vulkane.
Kommt es durch tektonische Vorgänge zur Absenkung des Meeresbodens oder durch postglaziale Vorgänge zur Anhebung des Meeresspiegels, führt dieses zum Absinken einer Vulkaninsel.
Durch Höhenwachstum der Korallen bildet sich ein Atoll. In der Mitte dieses Atolls bleibt ein umschlossener Meeresteil, die Lagune, zurück. Sie ist von den Riffen umgeben. Lagunen können eine Größe von 30 Quadratkilometern haben. Die Atolle im Pazifik, lange Inselketten, können wohl nur durch großflächiges Absinken des Meeresbodens entstanden sein.
Dadurch hat sich ein Saumriff in ein Wallriff gewandelt und bei der vollständigen Absenkung der Insel, auf dem sich das Riff gebildet hat, ist ein Atoll entstanden.
Andere Riffarten entstehen in unmittelbarer Nähe zu tropischen Küsten. Hier bauen sich Saum- oder Wallriffe auf.
Saumriffe liegen nur wenige Meter von der Küste entfernt und wachsen häufig an Felsen. Liegt zwischen Küste und Riff eine Lagune, also ein vom Meer abgeschnittener Bereich, so wird das Riff als Wall- oder Barrier Riff bezeichnet.
Das größte bekannte Barrier Riff ist das australische "Great Barrier Reef". Im Abstand von 30 -250 Kilometern erstreckt es sich in einer Länge von 1600 Kilometern an der Küste Australiens. Es ist nur an wenigen Stellen durch einmündende Flüsse unterbrochen. Diese bringen Süßwasser mit und dadurch sterben Korallen in solchen Bereichen ab.
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